SMARTe Ziele oder: endlich deine Träume verwirklichen

Karl ist 58. Er hat ein Haus, eine Frau, zwei Kinder. Karl hat einen Job, der ihn 40 Stunden pro Woche einnimmt. Er ist gelernter Mechaniker.

So richtig gerne macht er das nicht. Er lebt nur von Feierabend zu Feierabend, von Wochenende zu Wochenende. Eigentlich wollte er immer Klavierlehrer werden. Aber das hat er sich irgendwie nie getraut. Und jetzt ist ja auch egal, denn die Rente ist in Sicht.

Aber schon schade, dass er nie Klavierunterricht gegeben hat… Wenn er das nur mal durchgezogen hätte.

Sei nicht wie Karl. Sei smart. Und setze deine Ziele SMART.

Zugegeben: heute habe ich reichlich überspitzt. Stattdessen kann ich auch als Beispiel nehmen, wie ich mir ein Jahr vorgenommen habe, endlich zum Sport zu gehen und mehr für meine Gesundheit zu machen – und dann nie gegangen bin. Das ist wohl etwas, was du auch kennst.

Du würdest gerne dieses eine Ziel erreichen. Du hast es auch schon mehrfach versucht. Aber irgendwie will das nie klappen.

Das liegt vielleicht daran, dass dir das Universum wirklich Hindernisse in der Größe von Meteoriten in den Weg wirft. Oder daran, dass zwischen „festen Zielen“ und „sich etwas vornehmen“ ein kleiner aber feiner Unterschied herrscht.

Ich bin zum Besipiel auch ein Mensch, der Deadlines braucht. Ansonsten prokrastiniere ich ewig und wundere mich, dass ich nicht fertig werde.

Und genau deshalb gibt es das SMART- Prinzip.

Das steht für

S – spezifisch

M – messbar

A – akzeptiert

R – realistisch

T – terminiert

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Aber was soll das jetzt heißen?

Lass uns das an meinem oben genannten Beispiel gerne einmal zusammen durchgehen: „mehr Sport machen“

Spezifisch:

Mein Ziel sollte so genau wie möglich formuliert werden. So haarklein, wie ich es nur formulieren kann.

An meinem Beispiel nun also:

„Ich will 3 mal pro Woche für 30 min ins Fitnessstudio gehen und dabei das Rückentraining absolvieren.“

Messbar:

Um meinen Erfolg zu überprüfen, benötige ich ein Instrument, um diesen zu messen. Das kann ein Zeitraum sein oder eine andere Mengenabgabe. Ganz abhängig von eurem Ziel.

Auch hier das Zauberwort: konkret. Vage Maßangaben bringen mich nicht weiter, ich muss möglichst genau in meinen Forderungen sein.

Beim Sport geht es mir nicht um Abnehmen, sondern um die Stärkung meiner Wirbelsäule.

Weiterhin kann ich mir bei diesem Punkt auch Wochentage für das Training zurechtlegen (was bei mir mit Punkt 4 zusammenfiel).

Daher formuliere ich:

„Ich will ein Gewicht von 25 kg ohne Probleme im Rücken tragen und halten können.“

Akzeptiert:

Ich muss wirklich wollen, was ich vorhabe und bereit sein, dafür Opfer zu bringen. Falls ich jetzt einen Widerstand spüre, muss ich mich fragen, woher der kommt.

Habe ich nur ein wenig Angst oder glaube ich, mein Ziel unter meinen festgesetzten Bedingungen nicht zu erreichen?

Diesen Punkt setze ich gerne ans Ende. Dann kann ich in Ruhe noch einmal spüren, ob ich okay mit meinem Ziel bin, ob ich es erreichen kann und will und ob ich einen von meinem SMART- Punkten noch einmal anpassen will.

Dann wird aus dem „Ich will xy schaffen“ ein „ich WERDE xy schaffen“

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Realistisch:

Bei aller Liebe und allem euphorischen Jubilieren muss ich mein Ziel auch erreichen können und die Latte lieber zu tief ansetzen als zu hoch.

Erhöhen kann ich meine Anforderungen immer noch, wenn ich merke, dass ich mehr potential habe oder der Zeitrahmen, den ich mir gesetzt habe, abgelaufen ist.

Lieber möchte ich meine Motivation halten und mich mit Erfolg pushen.

Ist es also wirklich realistisch, 3 mal die Woche jeweils 45 min zum Fitnessstudio hin- und zurückzufahren und dort 30 Minuten zu trainieren?

Neben 20 Stunden Arbeit, neben Uni, neben Kleingewerbe, neben dem Schreiben, neben Freizeit und Freunden?

Was ist, wenn die Prüfungsphase kommt?

Ich muss mir eingestehen, dass ich zu übereifrig war (was ich oft bin) und schraube daher zurück:

„Ich werde  zweimal pro Woche für jeweils 30 Minuten ins Fitnessstudio gehen und das montags und donnerstags mit meinem Heimweg von der Arbeit/ Uni verbinden.“

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Terminiert:

Für mich persönlich ist das der wichtigste Abschnitt. Deadlines.

Innerhalb welcher Zeit möchte und kann ich mein Ziel erreichen? Was ist ein gutes Datum, um meinen Erfolg zu reflektieren?

Das können wenige Stunden am selben Tag sein, wenn ihr eine Aufgabe auf Arbeit beenden wollt. Oder aber ein Zeitrahmen von mehreren Jahren, wenn ihr ein Haus baut.

Für mich habe ich 3 Monate als Referenz genommen, damit ich ein enges Zeitfenster habe, in dem ich trotzdem eine Routine und Kraft aufbauen kann.

Zusammengefasst heißt mein Ziel nun also:

„Ich werde für die nächsten 3 Monate jede Woche zweimal zum Fitnessstudio gehen und dort für 30 Minuten meinen Rücken trainieren, damit ich 25 kg ohne Probleme anheben und halten kann. Ich werde den Weg mit meinem Heimweg von der Arbeit/ Uni am Montag und Donnerstag verbinden.“

Das motiviert doch gleich viel mehr als meine Ausgangsformulieren, oder? 🙂

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Natürlich sind die Abschnitte nicht strikt voneinander getrennt. Das hast du ja bei mir gemerkt.

Meistens setze ich mir erst die Deadline, schaue dann auf die Genauigkeit und danach schon das erste Mal, ob mein Ziel realistisch ist. Am besten probierst du aus, was für dich am besten funktioniert.

Du musst auch gar nicht alle Punkte beachten, falls es auch ohne den ein oder anderen für dich funktioniert.

Und das schönste an der Methode ist, dass sie sich auf alle Ziele und Aufgaben übertragen lässt. Zum Schreiben setze ich sie mir auch gerne und letztlich ist das Camp NaNoWriMo ja nichts Anderes.

Mein aktuelles Schreibziel sieht übrigens so aus:

„Ich werde bis zum 31.08.2017 jeden Abend vor dem Schlafengehen mindestens eine Seite schreiben und am besagten Tag 100 Seiten erreicht haben, um den Anfang meines Buches zu beenden und mitten im Hauptteil anzukommen.“

Wenn du möchtest, kannst du mir deine Ziele gerne in dem Kommentaren mitteilen, schon einmal diese Methode anweden oder gemeinsam mit mir ein SMART- Ziel für dich erarbeiten.

Bleib magisch und sei nicht wie Karl, sei smart 😉

Eure Cay

 

 

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